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elektronischen Rechnungsaustauschs

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Newsletter Ausgabe 12-2010 vom
22. Dezember 2010

Inhalt:

MAGAZIN


MESSE

Editorial: Der Masterplan



Die Staatskassen in Europa ächzen unter den Schuldenlasten. Da zählt jeder Cent, kein Umsatz in der Wirtschaft darf da an der Steuer vorbei gehen. Um das kontrollieren zu können, braucht der Fiskus ein zeitnahes, vollständiges Bild über alle getätigten Geschäfte. Dieses Bild liefern die in den Unternehmen ein- und ausgehenden Rechnungen. Elektronisch automatisiert auswertbar müssen die Rechnungen sein. Mit Papierrechnungen ist das nicht möglich. Das geht nur mit elektronischen Rechnungen. Ein europaweites Verbot von Papierrechnungen anstreben? Ist zur Zeit politisch nicht vermittelbar. Also dreht die EU-Kommission an der anderen Schraube, der Förderung des elektronischen Rechnungsaustauschs. Mit dem verlockenden Argument eines Wirtschaftsförderungsprogramms, das den europäischen Unternehmen innerhalb von sechs Jahren 240 Milliarden Euro einsparen soll.

Damit elektronische Rechnungen maschinell auswertbar sind, müssen diese als Daten in standardisierter Form vorliegen. Mit PDF-Dateien ist das nicht möglich, denn ein PDF ist vom Konzept "elektronisches Papier" und kein Datensatz. Das EU-Programm ist daher zweistufig. Erst einmal geht es um die Masseneinführung der elektronischen Rechnung am Markt mit maximaler Reichweite. Dann darum, zügig einen gemeinsamen Standard für die elektronische Rechnungsstellung zu entwickeln. Die Standardisierung wird folglich nicht dem freien Spiel der Kräfte in der Wirtschaft überlassen, sondern dem Europäische Komitee für Normung übertragen. Und danach? Danach verschafft sich der Fiskus zeitnah einen Zugriff auf die standardisierten Rechnungsdaten. Die Daten der Umsatzsteuervoranmeldung wandern längst elektronisch ans Finanzamt. Die Bilanzdaten folgen in Kürze. Es gehört nicht viel Phantasie dazu, diesen roten Faden weiterzuspinnen. Sind die technischen Voraussetzungen gegeben, sind Szenarien wie die tägliche Umsatzsteuervoranmeldung, aufgeschlüsselt bis auf Rechnungsebene, leicht vorstellbar.

Die Finanznot in den Staatskassen ist die treibende Kraft beim elektronischen Rechnungsaustausch. Der Masterplan steht. Die Kraft wird immer stärker

Ich wünsche Ihnen harmonische Weihnachtstage und einen schwungvollen Start ins neue Jahr

Ihr Gerhard Schmidt

Rechtliches: Europäische Kommission wünscht bis 2020 Einführung der elektronischen Rechnungsstellung auf breiter Front

Nach dem Willen der Europäischen Kommission soll die elektronische Rechnungsstellung in Europa zur vorherrschenden Fakturierungsmethode werden. In der von Vizepräsident Tajani und Kommissionsmitglied Barnier am 29.11.2010 vorgestellten Mitteilung „Die Vorteile der elektronischen Rechnungsstellung für Europa nutzen“ beschreibt die Europäische Kommission ein Paket konkreter Maßnahmen, wie die Einführung elektronischer Rechnungen in Europa vorangebracht werden könnte. Die Bereitstellung von Rechnungsdaten auf elektronischem Wege kann Unternehmen gewaltige Vorteile bieten: geringere Zahlungsverzögerungen, weniger Fehler sowie niedrigere Druck- und Portokosten. Strukturierte elektronische Rechnungen erleichtern vor allem eine Integration der verschiedenen Prozesse vom Kauf bis zur Zahlung, so dass Rechnungen ohne manuellen Eingriff verschickt, empfangen und bearbeitet werden können.

Rechtliches: BMF-Entwurf zur Neuregelung § 14 UStG - elektronische Rechnung

Das Bundesfinanzministerium hat am 20.12.2010 im Referentenentwurf für ein "Steuervereinfachungsgesetz 2011" die Umsetzung der Vorgaben der EU-Direktive vom 13.07.2010 zur Änderungen der bisherigen Mehrwertsteuerdirektive in deutsches Recht formuliert. Während im Gesetzestext ganz allgemein von "anderen Verfahren" zur Gewährleistung der Echtheit der Herkunft und der Unversehrtheit des Inhalts die Rede ist (neben Signatur und EDI), wird in der Begründung präzisiert, dass insbesondere auf die Verfahren zurückgegriffen werden kann, die der Unternehmer aus betriebswirtschaftlichen Erwägungen zum Abgleich der Rechnung mit der Zahlung einsetzt. Erlaubt werden soll der Finanzverwaltung zukünftig ein Datenzugriff bei der Umsatzsteuernachschau. Die Neuregelung soll ab 1. Juli 2011 gelten. Die Entwurfsfassung vom 26.10.2010 wurde unverändert in den Referentenentwurf übernommen.

Austauschverfahren: Überarbeiteter und erweiterter Marktüberblick zur elektronischen Rechnungsabwicklung erschienen (ibi research)

Im Rahmen der Informationsreihe „Elektronische Rechnungsabwicklung – einfach, effizient, sicher“ hat ibi research an der Universität Regensburg Anfang 2010 einen Marktüberblick erstellt. Darin werden Lösungen zur elektronischen Rechnungsabwicklung ausführlich beschrieben und anhand eines einheitlichen Kriterienkatalogs gegenübergestellt. Die Informationen wurden direkt von den Anbietern mittels eines Fragebogens eingebracht. Dieser Marktüberblick ist aufgrund der hohen Resonanz nun in der 2. Auflage zum kostenlosen Download veröffentlicht und enthält neben Aktualisierungen auch zahlreiche neu aufgenommene Lösungen von Dienstleistern für den Mittelstand.

Literatur: Steuersicher archivieren (Thorsten Brand, Stefan Groß, Ivo Geis, Bernhard Lindgens, Bernhard Zöller)

In Deutschland gibt es alleine mehr als 3 Millionen umsatzsteuerlich veranlagte Unternehmen vom Kleinstgewerbe bis zum Großkonzern. Sie alle sind steuerrechtlich zur „ordnungsmäßigen“ Aufbewahrung verpflichtet. Hier stolpern Steuerpflichtige immer wieder über die Lücke zwischen der gesetzlichen Anforderung und der konkreten fachlichen und technischen Ausgestaltung im Unternehmen. „Steuersicher Archivieren“aus dem Gabler Verlag  räumt mit diesen Unsicherheiten auf und zeigt, wie Papier, steuerrelevante Daten, E-Mails oder Rechnungen vorschriftsmäßig aufzubewahren und bei Bedarf schnell und gezielt wieder bereitzustellen sind. Dieses Buch beantwortet häufige Praxisfragen und weist verständlich auf die Gestaltungspflichten, aber auch die Freiheiten bei der elektronischen Aufbewahrung hin.

Diskussion: Diskussionen in der XING-Gruppe "E-Billing" in den letzten Wochen

Veranstaltungen: Termine der nächsten Monate

* CeBIT (Deutsche Messe): 01.-05.03. Hannover

gingcom: Datenmanagement für unstrukturierte Daten

Dateien und E-Mails haben eigene Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit. Ein übergreifender Ansatz mit zentralem Management bietet hier enorme Vorteile und steigert die Effizienz und Sicherheit. Gingcom kombiniert Datensicherung und Langzeit-archivierung zu einer Lösung.

rent a brain GmbH: Es ist nicht zu spät - wir liefern iMARC noch vor dem 24.12

Es bewegt sich etwas! Energie folgt der Aufmerksamkeit. Man braucht nur den Fokus ändern und hinschauen. Doch bevor man den Blick wieder abwendet, hält ihn der Preis gefangen: iMARC für 100 Benutzer nur 2.450,- Euro.


© Copyright Compario 2012, Autorenrechte bei den Autoren

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Editorial

Der Masterplan

Rechtliches

BMF-Entwurf zur Neuregelung § 14 UStG - elektronische Rechnung

Rechtliches

Europäische Kommission wünscht bis 2020 Einführung der elektronischen Rechnungsstellung auf breiter Front

Austauschverfahren

Überarbeiteter und erweiterter Marktüberblick zur elektronischen Rechnungsabwicklung erschienen (ibi research)

Veranstaltungen

European EXPP Summit: Elektronischer Rechnungsaustausch kurz vor revolutionärem Durchbruch?

Initiativen

Interview mit Hubert Hohenstein, Vositzender des "Verband elektronische Rechnung (VeR)"

Literatur

Die elektronische Rechnung in Handels- und Steuerrecht (Peter tom Suden)

Rechtliches

EU-Ministerrat beschließt Vereinfachung bei elektronischen Rechnungen

Initiativen

Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD)

Initiative

Bagatellregelung für elektronische Rechnungen – Verzicht auf Signatur

Checklisten

Die 16 Compliance-Gebote zur elektronischen Rechnung (Stefan Groß)

Diskussion

Diskussionen in der XING-Gruppe "E-Billing" in den letzten Wochen

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Termine der nächsten Monate

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