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elektronischen Rechnungsaustauschs

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Newsletter Ausgabe 2-2010 vom
10. Februar 2010

Inhalt:

MAGAZIN


MESSE

Editorial: Es bleibt alles beim Alten - bis auf Weiteres und vielleicht viel länger

 

Frühestens 2013 können sich die rechtlichen Rahmenbedingungen für den elektronischen Rechnungsaustausch ändern. Falls die Vorschläge der EU-Kommission in der vorliegenden oder einer veränderten Form umgesetzt werden. Schneller werden die bürokratischen Mühlen auf keinen Fall mahlen. Mindestens drei Jahre werden wir also noch mit dem Status Quo leben. Drei Jahre sind in der IT-Welt eine lange Zeit. Lohnt es sich, mit dem Einstieg in den elektronischen Rechnungsaustausch noch so lange zu warten? Nein. Drei Gründe sprechen dagegen. Erstens: Wir wissen nicht, wann sich die Regularien tatsächlich ändern und was dann wirklich gilt. Zweitens: Die Investitionen in den elektronischen Rechnungsaustausch amortisieren sich in weniger als drei Jahren. Drittens: Wenn die Vereinfachung des Verfahrens lediglich darin bestehen wird, dass die elektronische Signatur nicht mehr obligatorisch ist, sonder auch andere Verfahren möglich sind, diese Verfahren aber alle die Integrität und Authentizität einer Rechnung sicherstellen müssen, dann wird sich in der Praxis fast überall herausstellen: Der Rechnungsaustausch mit elektronischer Signatur ist das wirtschaftlichste Verfahren. Grundlegend ändern wird sich für die Praxis nur dann etwas, wenn bei elektronischen Rechnungen die Forderung nach Integrität und Authentizität fallen gelassen wird. Für den praktischen Nutzen dieser angeblich Umsatzsteuerbetrug eindämmenden Forderung habe ich noch kein stichhaltiges Argument gefunden. Denn warum sollten Umsatzsteuerbetrüger mit elektronischen Rechnungen arbeiten, solange - mit der heutigen Technik kinderleicht manipulierbare - Papierrechnungen zugelassen sind, an die nicht die geringsten Anforderungen nach Integrität und Authentizität gestellt werden?

Die Diskussion um den Abschlussbericht der EU-Expertengruppe "E-Invoicing" ist ein Schwerpunkt dieses Newsletters. Nutzen Sie die Möglichkeit, bis zum 26 Februar Ihre Stellungnahme zu dem Bericht bei der EU einzureichen.

Ihr Gerhard Schmidt

Regelungsvorhaben: Abschlussbericht der EU-Expertengruppe E-Invoicing in der Diskussion

Der Abschlussbericht der EU-Expertengruppe E-Invoicing vom November 2009 hat, wie schon der Zwischenbericht vom Januar 2009, lebhafte Diskussionen ausgelöst. Bis 26.02.2010 können schriftliche Stellungnahmen bei der EU eingereicht werden. Ein Überblick über die Diskussion:

Regelungsvorhaben: EU-Expertengruppe "E-Invoicing" legt Abschlussbericht vor

2008 hat die Eu-Kommission eine Expertengruppe eingesetzt mit dem Auftrag, bis Ende 2009 ein europäisches Rahmenkonzept für den elektronischen Rechnungsaustausch zu entwickeln. Das Rahmenkonzept soll rechtliche und Best-Practice-Richtlinien, operationale Regeln für Rechnungsaustauschsysteme sowie technische Standards umfassen. Ziel ist die breite Förderung von sicheren, qualitativ hochwertigen und kompatiblen Rechnungsaustauschverfahren innerhalb Europas. Im November 2009 hat die Expertengruppe ihren Abschlussbericht vorgelegt und stellt diesen bis 26. Februar 2010 zur Diskussion.

Regelungsvorhaben: TeleTrusT warnt vor den Konsequenzen aus EU-Expertenbericht zu elektronischer Rechnungslegung

TeleTrusT Deutschland e.V. begrüßt grundsätzlich den Report der EU-Expertengruppe zur elektronischen Rechnungslegung (E-Invoicing). Der Verband steht bereit, sich an der europaweiten Diskussion der Ergebnisse zu beteiligen. Die Expertengruppe hatte einen "Minimalkonsens" auf Basis des European Electronic Invoicing Frameworks (EEIF) empfohlen, der "interne Kontrollen" nach zukünftiger Definition der einzelnen Mitgliedsstaaten vorsieht. Der deutsche Sicherheitsverband warnt vor den Konsequenzen einer Umsetzung der Empfehlungen aus dem aktuellen Report.

Regelungsvorhaben: Stellungnahme des Verbands für elektronische Rechnung e.V. (VeR) zum Bericht der Europäischen Kommission

Der Verband elektronische Rechnung begrüßt den Bericht der Europäischen Kommission, der dazu beitragen soll, dass das dynamische Wachstum des e-Invoicing Marktes weiter gefördert wird. Insbesondere wird durch eine stärkere Harmonisierung der grenzüberschreitende Rechnungsaustausch erheblich erleichtert. Gleichzeitig wird die Einführung alternativer Verfahren zur elektronischen Signatur unterstützt, um die Wahlmöglichkeiten für Unternehmen zu erweitern und damit die Durchsetzung elektronischer Rechnungen zu beschleunigen.

Rechtliches: Mehrwertsteuerpaket 2010 und elektronische Rechnung (Peter tom Suden)

Mit den Richtlinien 2008/9/EG und 2008/8/EG der Europäischen Union kommen zahlreiche Modifikationen des Umsatzsteuerrechts mit Einfluss auf die elektronische Rechnung auf deutsche Unternehmen zu. In einigen Bereichen erfordern diese Änderungen Umorientierung. Die wichtigsten Neuerungen sind hier zusammengefasst.

Initiativen: Projekt „Elektronische Rechnungsabwicklung“

ibi research an der Universität Regensburg erstellt im Rahmen des Projekts „Elektronische Rechnungsabwicklung“ eine kostenlose und umfassende Marktübersicht über verfügbare E-Billing-Lösungen in Deutschland.

Forschung: Unternehmen setzen auf elektronisches Rechnungsmanagement

Nach anfänglichem Zögern setzen deutsche Unternehmen immer stärker auf elektronische Rechnungen, so lautet  die Zwischenbilanz der gemeinsamen Forschungsarbeit des Instituts für Wirtschaftsinformatik an der Leibniz Universität Hannover und der sgh Service AG. Manuelle Rechnungserfassung und Inhouse-Scanning wurden demnach von einem Großteil der befragten 205 Unternehmen als Kostentreiber identifiziert, Shared Service Center sind dagegen beliebt aber noch nicht vollständig optimiert. Dies sind die Kernpunkte des Jahresberichtes 2009.

Studien: E-Invoicing-Studie 2009

Die Studie der Management- und Technologieberatung BearingPoint zeigt, dass Unternehmen im Bereich E-Invoicing noch Aufholbedarf haben: So arbeiten immer noch 35 Prozent der in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragten Unternehmen ausschließlich mit Papierrechnungen. Nur 15 Prozent haben bereits maximal die Hälfte ihrer Eingangsrechnungen digitalisiert. Damit hinken in vielen Unternehmen die Gemeinkostenbereiche in Hinblick auf Modernität der Prozesse den Produktionsbereichen, in denen der Einsatz innovativer Verfahrenstechnologien üblich ist, deutlich hinterher.

Checklisten: Die 16 Compliance-Gebote zur elektronischen Rechnung (Stefan Groß)

Von den rechtlichen Grundlagen, über zulässige technische Austauschverfahren bis zum Outsourcing.

Rechtliches: Konsolidierte Fassung der Mehrwertsteuersystemrichtlinie veröffentlicht

Eine konsolidierte Fassung der Mehrwertsteuersystemrichtlinie (ohne rechtliche Verbindlichkeit) wurde am 01.01.2010 im EU-Amtsblatt veröffentlicht.

Rechtliches: Rechtsgrundlagen E-Mail-Archivierung (Thorsten Brand)

Durch die rasant wachsende E-Mail-Kommunikation fallen auch zunehmend Handelsbriefe oder sonstige aufbewahrungspflichtige und aufbewahrungswürdige Informationen im E-Mail- System an – oft werden ganze Vorgänge komplett elektronisch abgewickelt. Die E-Mail und deren Anhang sind dann Urkunden, Dokumente, Handelsbriefe oder Buchungsunterlagen in Sinne des Gesetzes. Welche rechtlichen Grundlagen für die E-Mail-Archivierung gelten, ist hier zusammengestellt. Zielsetzung ist, gezielt auf die besonderen Regelungen für E-Mails oder Gegebenheiten des E-Mail-Systems einzugehen und nicht die allgemeinen rechtlichen Grundlagen zur Aufbewahrung darzustellen.

Diskussion: Diskussionen in der XING-Gruppe "E-Billing" in den letzten Wochen

Pressespiegel: Aktuelle Berichterstattung anderer Medien

* Elektronische Rechnung: Kontrolle schafft Steuerbürokratie (Handelsblatt)
* Evolution statt Revolution bei der elektronischen Rechnung im Unternehmen – Schrittweise zum Projekterfolg (COMPUTERWELT)

Veranstaltungen: Termine der nächsten Monate

* CeBIT (Deutsche Messe): 02.-06.03 Hannover
* Elektronischer Rechnungsaustausch (Arbeitskreis Elektronische Rechnung): 03.03. Hannover
* Intensivworkshop: e-Invoicing (Ebner Stolz Mönning Bachem): 11.03. Hamburg
* Das elektronische Rechnungswesen 2010 (DEUTSCHE KONGRESS): 15.-16.06. Frankfurt

Ausblick: Nächster Newsletter

Schwerpunktthema des nächsten Newsletters wird sein "Standards für den Rechnungsaustausch".

REDDOXX GmbH: REDDOXX lädt zur CeBIT ein

Besuchen Sie uns auf der CeBIT in Halle 11 Stand A46 und informieren Sie sich zu den Themen:

  • 100% Spamschutz
  • Gesetzeskonforme und zertifizierte E-Mail Archivierung
  • E-Mail Verschlüsselung und Signatur
  • Rechtssicherheit
  • Datenschutz
  • Lösungen für die private Nutzung von E-Mail und Internet im Unternehmen

GISA: Das Praxisforum GDPdU der GISA geht in die fünfte Runde

Nach vier erfolgreichen Veranstaltungen, lädt die GISA im Juni 2010 erneut zum Erfahrungsaustausch. Um Ihnen gezielt die Themen anzubieten, die Sie interessieren, geben wir Ihnen die Möglichkeit, sich aktiv an der Gestaltung der Agenda zu beteiligen. Unsere Umfrage ermittelt Ihren aktuellen Bedarf , damit wir Ihnen wertvolles Know-how bieten können, welches Sie in der Praxis wirksam unterstützt. Gern nehmen wir auch Ihre  Erfahrungsberichte entgegen.

rent a brain GmbH: IT-Budget 2010 sinnvoll und mit Gewinn investieren

Betrachten wir den Teil des IT-Budgets mit der höchsten Priorität, also den Anteil, auf den Sie auf keinen Fall verzichten können. Sie haben hier unter Anderem Ausgaben für Groupware und E-Mail-Server genauso wie für Datensicherung untergebracht. Zusätzlich zu diesen harten Faktoren kalkulieren Sie auch die weichen Faktoren für Administration, Suche, Wiederherstellung, usw. der digitalen Dokumente und E-Mails, sprich die dafür benötigten Mitarbeiter im Rechenzentrum. Bei einem jährlichen Wachstum der Datenmenge von ca. 30% - 40% dürfte dieser Anteil des Budgets entsprechend hoch sein. Können Sie sich vorstellen, dass eine alternative Investition Ihnen die Anforderungen für dieses und die kommende Jahre erfüllt und zusätzlich eine hohe Rendite erwirtschaftet?


© Copyright Compario 2011, Autorenrechte bei den Autoren

Editorial

Der Masterplan

Rechtliches

BMF-Entwurf zur Neuregelung § 14 UStG - elektronische Rechnung

Rechtliches

Europäische Kommission wünscht bis 2020 Einführung der elektronischen Rechnungsstellung auf breiter Front

Austauschverfahren

Überarbeiteter und erweiterter Marktüberblick zur elektronischen Rechnungsabwicklung erschienen (ibi research)

Veranstaltungen

European EXPP Summit: Elektronischer Rechnungsaustausch kurz vor revolutionärem Durchbruch?

Initiativen

Interview mit Hubert Hohenstein, Vositzender des "Verband elektronische Rechnung (VeR)"

Literatur

Die elektronische Rechnung in Handels- und Steuerrecht (Peter tom Suden)

Rechtliches

EU-Ministerrat beschließt Vereinfachung bei elektronischen Rechnungen

Initiativen

Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD)

Initiative

Bagatellregelung für elektronische Rechnungen – Verzicht auf Signatur

Checklisten

Die 16 Compliance-Gebote zur elektronischen Rechnung (Stefan Groß)

Diskussion

Diskussionen in der XING-Gruppe "E-Billing" in den letzten Wochen

Veranstaltungen

Termine der nächsten Monate

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